Dactylorhiza viridis

Auch 2010 kann ich eine Neuentdeckung in der Region für mich melden: Einmal mehr hat mich Dr. Zelesny auf ein wunderbares Fleckchen hingewiesen – bei Gruibingen wächst in einer Wacholderheide die Hohlzunge (früher Coeloglossum viride, heutzutage Dactylorhiza viridis). Ganze drei Exemplare waren dort zu entdecken, die sich im hohen Gras versteckt hatten. Leider scheint sich diese Orchideenart aus den deutschen Mittelgebirgen zu verabschieden – auch auf der Schwäbischen Alb ist die kleine Kostbarkeit hochgradig vom Aussterben bedroht. So habe ich die Heimstatt der Hohlzunge mit gemischten Gefühlen verlassen – auf der einen Seite herrschten Begeisterung und Dankbarkeit, die Orchideen dort erlebt haben zu dürfen – auf der anderen Seite stimmt es natürlich äußerst traurig, dass dieser schöne Anblick über kurz oder lang aus der Region schwinden wird. Die Aufnahmen sind am 8. Juli 2010 entstanden.


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