Epipogium aphyllum

Blattloser Widerbart (Epipogium aphyllum). Die Freude, diese Pflanze bei uns im Fils- oder Lautertal anzutreffen, war mir leider noch nicht zuteil. Ich habe sie trotzdem aufgenommen, weil verschiedene Literaturquellen die Pflanze für frühere Zeiten als in der Region zu finden angeben. Geeignete Standorte wie schattige Buchenwälder in nicht zu trockener Lage, die die blattgrünfreie Moderpflanze unter anderem gerne besiedelt, sind in der Gegend zahlreich vorhanden (z. B. als Schluchtwälder am Albtrauf). Durch ihre besonderen Ansprüche an Luftfeuchtigkeit und nicht zu warmen, trockenen Jahres-Witterungsverlauf und ihre Seltenheit ist sie sicherlich schwer zu finden. Der Widerbart zeigt sich in für ihn ungünstigen Jahren nicht an der Oberfläche und kann oft jahrelang ausbleiben, und verschollen geglaubte Pflanzen sind durchaus nach einem Jahrzehnt oder mehr plötzlich wieder über die Erde gelangt und haben geblüht.

Die Zeichnung ist nach Pflanzen aus Südtirol entstanden. Der Widerbart wuchs an dieser Fundstelle in einem moosigen, intensiv nach Pilzen duftenden, selbst im Sommer recht kühlen, alten Fichtenbestand, ganz nah neben einem kleinen Gebirgsbächlein.

Widerbart, Einzelblüte

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