Cephalanthera rubra

Wie für viele andere heimische Orchideen-Arten war auch für das Rote Waldvögelein das Jahr 2013 ein besonders blütenreiches – wie die Fotos aus der Umgebung von Reichenbach i. T. vom 6. Juli Ihnen veranschaulichen mögen.

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Einen besonders reizenden Anblick bieten die Blumen, wenn sie sich im Wechsel von Licht und Schatten leicht im Wind wiegen. Wahrlich wie kleine Vögelein schweben die zarten Geschöpfe dann über dem Waldboden.

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Solch kräftige Exemplare wie die beiden auf den folgenden Bildern findet man in unseren Breiten nur selten und dann wohl auch nur, wenn Bodenverhältnisse und Witterungsverlauf optimal zusammenpassen:

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Austrieb des Roten Waldvögeleins am 4. Juni 2010 bei Deggingen.

Am 26. Juni 2010 steht Cephalanthera rubra bei Deggingen voll in Blüte. Die Pflanzen wachsen direkt an der Böschung eines geschotterten Feldweges.

Das Rote Waldvögelein auf den folgenden Bildern steht einsam in einem Halbtrockenrasen bei Reichenbach i. T. Im weiteren Umkreis waren keine anderen Roten zu entdecken. Die Bilder sind am 5. Juli 2009 entstanden.

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Bei Geislingen/Steige schmiegt sich die folgende Pflanze an den geneigten Boden in einem Kalk-Buchenwald. An diesem relativ schattigen Standort zeigt das Waldvögelein ziemlich helle Blüten. Die Fotos sind am 6. Juli 2009 aufgenommen.

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Unweit des Waldvögeleins blüht am Fuß eines Kalkfelsens eine imposante Klee-Art, der Purpur-Klee (Trifolium rubens), eine ziemlich seltene und gefährdete Pflanze. In Deutschland ist sie vor allem in der Schwäbischen Alb zu finden.

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Noch ganz knospig zeigt sich das Rote Waldvögelein am 31. Mai 2008. Es bewohnt einen warmen, relativ lockeren Buchenwald auf Kalkschotter bei Geislingen/Steige. Das felsenreiche Biotop bietet auch Standorte für weitere wärmeliebende Pflanzen. So ist an sonnigen, offenen Felsfüßen z. B. die Berg-Kronwicke (Coronilla coronata) zu Hause.

Am 22. Juni 2008 steht das Rote Waldvögelein bei Geislingen/Steige in Hochblüte. Lassen Sie sich durch den Buchenwald an ein schönes Exemplar heranführen!

An offenen Stellen ist in diesem Biotop auch der Großblütige Fingerhut (Digitalis grandiflora) zu Hause. Auf dem Bild unten erhält er Damenbesuch von einer Hummel.

Oftmals findet man Exemplare, die in gewagten Biegungen und Windungen durch den Wald wachsen.

Gerne bewohnt das Rote Waldvögelein Stellen im Wald, die nur geringe Humusauflage aufweisen. Das Exemplar auf den folgenden Fotos wächst in einer Geröllhalde; es scheint, dass die günstige Konkurrenzsituation (in seiner unmittelbaren Umgebung sind tatsächlich keine weiteren krautigen Pflanzen zu finden) den Nachteil des etwas tieferen Schattens durch die Bäume wettmacht.

1993 sind diese Aufnahmen entstanden: Das Rote Waldvögelein bewohnte damals einen verbuschenden Halbtrockenrasen bei Reichenbach i. T. Hier wuchsen zum Teil sehr stattliche Exemplare, denen einerseits das großzügige Licht, andererseits der lockere Schatten, der zeitweise am Tag dort herrschte, wohl voll zusagten. Nachdem dieser Standort in der Zwischenzeit zugewachsen war, war das Waldvögelein an den nahen Waldrand „umgezogen“. Dann wurden die Sträucher und Jungbäume entfernt und in eine einmahdige, ungedüngte Wiese gewandelt, in denen plötzlich auch wieder die Roten auftauchten. Inzwischen findet man in der näheren Umgebung an verschiedenen Stellen immer wieder Cephalanthera rubra. Sie tauchen im Lauf der Jahre auf, wie es ihnen gerade gefällt, und verschwinden auf die gleiche Art und Weise.

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