Gymnadenia odoratissima

Bald verzaubert die Wohlriechende Händelwurz die Wacholderheide mit ihren bezaubernden Blüten und ihrem intensiven Duft: Am 25. Mai 2011 sind die Knospenstände bei Reichenbach i. T. schon schön ausgefärbt.

Am 16. Juli 2011 ist die Blütenpracht bereits Geschichte für dieses Jahr: Die Wohlriechende Händelwurz profitiert vom eigentlichen Sinn und Zweck des Blühens und hat überall prächtig dicke Früchte angesetzt. Möge ihr Fortbestand damit für die kommenden Jahre gesichert werden, nicht nur hier bei Reichenbach i. T.!

Fruchtstände der Wohlriechenden Händelwurz am 15. September 2011 bei Reichenbach i. T.

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19. Mai 2009 bei Deggingen: Vorsichtig lugt die Infloreszens der Wohlriechenden Händelwurz aus der Blattrosette hervor.

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Die ersten Pflanzen beginnen mit der Entfaltung ihrer Blüten, die meisten Wohlriechenden Händelwurzen befinden sich aber noch vollkommen im Knospenstadium; so ist die Situation am Standort am 4. Juni 2009 bei Deggingen, wobei die schön ausgefärbten Knospenstände schon die Farbe der Infloreszensen ankündigen. Immer wieder sind in den prächtigen Bestand auch weiß blühende Pflanzen eingestreut.

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Auf meinem Weg zu den Habitaten der Wohlriechenden Hädelwurz, der kleinen Schwester der Großen oder Mücken-Händelwurz, traf ich auf diesen Käfer, der sich frühmorgens in einer Rosenblüte fand. Ob er wohl hier sein Nachtlager bezogen hatte und jetzt die wärmende Sonne erwartete?

Die Wohlriechende Händelwurz ist hier in den Halbtrockenrasen bei Reichenbach i. T. am 1. Juni 2008 ausschließlich im Knospen-Zustand anzutreffen. Bald dürften aber die ersten Blüten aufgehen, und zur Hochblüte wird an warmen Tagen wieder der unvergleichliche Vanille-Duft über den Wacholderheiden schweben.

Ein interessanter Bewohner der Wacholderheiden ist die Sommerwurz (Orobanche spec.). Um welche Art es sich hier genau handelt, vermag ich nicht zu sagen, da die Arten dieser Gattung, die ausschließlich parasitierende Pflanzen ohne Blattgrün umfasst, teilweise schwer einzuordnen sind.

Am 15. Juni 2008 zeigt sich die Wohlriechende Händelwurz in voller Blüte. Es finden sich zum Teil kräftige Einzelexemplare und starke Gruppen, manche Rasenbereiche bei Reichenbach i. T. sind üppig bestückt mit Pflanzen, die sich ihren Lebensraum oft mit der Mücken-Händelwurz teilen.

Duftwetter am 19. Juni 2008: Die Wohlriechende Händelwurz macht ihrem Namen alle Ehre und immer wieder weht eine leichte Brise eine olfaktorische Köstlichkeit in die Nase – begünstigt durch trockenes und warmes Wetter liegt das Vanillearoma der Pflanzen über der ganzen Wacholderheide bei Reichenbach i. T.

30. Juni 2008 bei Deggingen: Teile der Wacholderheide sind mit Wohlriechender Händelwurz in Massen bewachsen, darunter auch eine stattliche Anzahl weißblühender und stark gefärbter Exemplare. Und dieser Duft – er ist zwar gegen Abend nicht mehr so stark wie in der Hitze des Nachmittags, aber immer noch wehen pausenlos betörende Wolken in die Nase. Genießen Sie die Blütenparade.

Folgend noch Eindrücke dieses wunderbaren Biotops. Lassen Sie sich beim ersten Bild nicht täuschen: An dieser Stelle der Wacholderheide teilt sich die Wohlriechende Händelwurz ihren Wohnort mit dem Acker-Wachtelweizen. Letzterer stellt hier die Mehrzahl der leuchtenden Blütenstände!

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